Feuerwehrzentrum

Das Feuerwehrzentrum an der Hauser Straße wurde im Jahr 1981 in Betrieb genommen. Neben verschiedenen Fachwerkstätten ist hier auch das zentrale Materiallager für alle neun Feuerwehren im Stadtgebiet untergebracht.

Im Jahr 2002 wurde das Gerätehaus um 28 Parkplätze erweitert, um die Parkmöglichkeiten im Einsatzfall sowie bei Übungen und Lehrgängen zu verbessern. Im Jahr 2005 wurde das Feuerwehrzentrum nochmals erweitert. In diesem Zuge wurde ein Anbau an die bestehende Fahrzeughalle mit zwei weiteren Stellplätzen sowie eine integrierten Ausbildungsstätte mit großem Lehrsaal errichtet.

Das Feuerwehrzentrum besteht nach aktuellem Stand aus dem Verwaltungstrakt mit Einsatzleitzentrale sowie Büro- und Schulungsräumen, der Fahrzeughalle mit diversen Werkstätten sowie dem Erweiterungsbau mit Ausbildungsstätte und Lehrsaal.

Detaillierte Vorstellung der einzelnen Einrichtungen und Fachwerkstätten des Feuerwehrzentrums:

Die Einsatzleitzentrale dient zur Leitung, zur Dokumentation und zur Unterstützung des örtlichen Einsatzleiters. Des Weiteren kann von hier aus eine koordinierte Abwicklung von Großschadenslagen oder Großereignissen erfolgen. Hierfür ist eine umfangreiche Funk- und Kommunikationsausstattung, sowie weiteres Kartenmaterial vorhanden.

Bis zur Umstellung der Alarmierung über die ILS Regensburg im Oktober 2010 wurde die Einsatzleitzentrale als zentrale Nachalamierungstelle für den gesamten Inspektionsbereich Bad Kötzting als „Florian Kötzting“ genutzt und von Aktiven der FF Bad Kötzting besetzt. Sie diente der Nachalamierung von zusätzlichen Feuerwehren oder weiteren Hilfsorganisationen.

Nach der Umstellung der Alarmierung auf die ILS dient die Einsatzzentrale nunmehr vor allem als Abschnittführungsstelle im Stadtgebiet für Großereignisse wie dem Bad Kötztinger Pfingstritt oder dem Roßtag sowie als Koordinierungsstelle bei Unwetter- bzw. Hochwasserlagen.

Im zweiteilbaren Schulungs- und Versammlungsraum findet der theoretische Teil und die Nachbesprechung der Übungen statt sowie interne Versammlungen. Zu Schulungszwecken stehen eine Tafel und eine Leinwand zur Verfügung. Der Versammlungsraum wird aber auch als zweiter Lehrsaal für Lehrgänge und Schulungen genutzt. In der angegliederten Teeküche werden bei Lehrgängen und Übungen Speisen und Getränke zubereitet.

   

In der zentralen Fahrzeughalle und der angegliederten Waschhalle befinden sich insgesamt sechs Stellplätze für Großfahrzeuge. Die zweite Fahrzeughalle im Anbau bietet nochmals Platz für zwei Großfahrzeuge. Die Fahrzeuge sind an jedem Stellplatz an eine Abgasabführung angeschlossen und werden durch Ladeerhaltungsgeräte eingespeist. Zudem ist an den Stellplätzen der Großfahrzeuge eine Drucklufteinspeisung vorhanden.

 

In der Atemschutzwerkstatt werden die Druckluftflaschen und Atemschutzmasken sämtlicher Wehren der Stadt von den Atemschutzgerätewarten gewartet, geprüft und verwaltet. Verbrauchte Druckluftflaschen werden hier nach dem Einsatz mittels Kompressor gefüllt und die benutzten Masken gewaschen und desinfiziert. Defekte Geräte und Masken werden in der Atemschutzwerkstatt, soweit möglich, repariert und einer intensiven Prüfung unterzogen. Somit wird sichergestellt, dass jederzeit eine einwandfreie Funktion der Geräte gegeben ist.

In der Atemschutzübungsstrecke können die Atemschutzgeräteträger der Stadtfeuerwehren ihre jährlich vorgeschriebenen Belastungsübungen durchführen. Dazu sind neben einer Kriechstrecke auch ein Laufband und zwei Schlaghämmer vorhanden. Die Kriechstrecke kann zusätzlich verdunkelt werden und wird während des Betriebes laufend überwacht. Mittels Kunstnebel kann auch die auftretende Nullsicht während des Atemschutzeinsatzes in der Kriechstrecke dargestellt werden.

   

In der Schlauchwerkstatt werden defekte Schläuche geflickt oder beschädigte Kupplungen ausgewechselt und neu eingebunden. Weiterhin ist hier auch die Waschanlage untergebracht. Direkt angegliedert an die Schlauchwerkstatt befindet sich der Schlauchturm in dem die gewaschenen Schläuche anschließend zum trocknen aufgehängt werden. Die getrockneten und wieder einsatzbereiten Schläuche werden dann ins Schlauchlager transportiert. Hier wird immer ein bestimmtes Kontingent an frischem Schlauchmaterial vorgehalten, um schnell die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.

   

In der Werkstatt können von den Gerätewarten kleinere Reparaturen an den Fahrzeugen, Geräten und Armaturen durchgeführt werden. Hierfür sind entsprechendes Werkzeug und verschiedene Maschinen vorhanden. Des Weiteren werden hier, soweit möglich, auch die jährlich notwendigen Prüfungen der Gerätschaften durchgeführt.

Im Erweiterungsbau befinden sich neben zwei zusätzlichen Stellplätzen für Großfahrzeuge auch umfangreiche Möglichkeiten zur Ausbildung, vor allem für den hier stattfindenden Lehrgang „Maschinisten für Löschfahrzeuge und Tragkraftspritzen“. Im Obergeschoss befindet sich deshalb ein großer Lehrsaal mit verschiedenen Lehrmitteln und einer großen Leinwand mit umfangreicher EDV-Ausstattung. Der Saal kann aufgrund der Ausstattung aber auch für anderweitige Veranstaltungen genutzt werden.

Im Untergeschoss bilden die drei Tiefbrunnen das Herzstück der Ausbildungsstätte. Hier werden angehende Maschinisten in die Bedienung von Tragkraftspritzen unterwiesen und die Grenzen der Leistungsfähigkeit dieser Geräte aufgezeigt. Weiterhin stehen zu Ausbildungszwecken ein Wandhydrant und eine trockene Steigleitung zur Verfügung. Neben der Brandbekämpfung kann im Untergeschoss aber auch die Technische Hilfeleistung geübt werden. Hierfür sind ein Ankerpunkt für Greifzugschulungen, ein Schacht zur  Übung von Schachtrettungen und eine Grube zur Übung von Tiefbau- oder Grubenunfällen vorhanden. Im Außenbereich sind weiterhin noch verschiedene Ober- und Unterflurhydrantentypen sowie mehrere Saugstellen für Tragkraftspritzen vorhanden.