Gemeinschaftsübung in Grafenwiesen
Nutzung während des Tages mit überwiegend Kindern im Schulbetrieb und abends eine fast lückenlos besetzte Turnhalle so stellt sich das Schulgebäude von der Belegung her gesehen in Grafenwiesen dar. Um in einem Ernstfall zielgerichtet vorgehen zu können war dieses Objekt am Mittwochabend Inhalt der zweiten Übung des Kreisbrandmeisterbereiches Bad Kötzting im Rahmen der aktuell laufenden Feuerwehraktionswoche.
Um 19 Uhr rief dazu Kreisbrandmeister Florian Heigl die in den Übungsablauf eingebundenen Feuerwehren ab und informierte über die Ausgangslage als Brand in einem Klassenzimmer im 1. Obergeschoß woben sich noch Kinder in den Räumlichkeiten befanden.
Der erst eintreffenden Feuerwehr Grafenwiesen übertrug Simon Miethaner die Aufgabe die Personenrettung mit Atemschutzgeräteträge unter eigenem Aufbau der Wasserversorgung zu übernehmen. In diesen Abschnitt band Grafenwiesens Kommandant auch die Feuerwehren aus Bad Kötzting und Rimbach mit ein. Die Aktiven gingen entweder in mehreren Trupps unter Atemschutz vor oder bereiteten eine Rettung über tragbare Leitern sowie die Drehleiter vor.
Um genügend Löschwasser zu Verfügung zu haben wurde einmal aus der gut 400 Metren entfernten und 110 Kubikmeter Wasser fassende Zisterne eine Förderleitung aufgebaut und diese durch die Feuerwehren Hohenwarth und Liebenstein betrieben. Eine weitere Förderleitung galt es von der Ortsmitte von der dort vorbereiten Ansaugstelle am Totenbach aufzubauen und in Richtung Schulgebäude zu verlegen, wobei dies den Feuerwehren Voggendorf und Sperlhammer übertragen wurde.
Ein weiterer Einsatzabschnitt war im Bereich des rückseitig gelegenen Kindergartens festgelegt in dem die Feuerwehr Thenried tätig war und von dem dortigen Hydranten eine weitere Förderleitung aufbaute und in die angenommene Brandbekämpfung eingebunden wurde.
Bei der Besprechung dankte Florian Heigl dass sich auch bei der zweiten Übung in seinem Zuständigkeitsbereich wieder so viele Aktive in die Pflicht nehmen haben lassen. Dank sagte er dem Grafenwiesener Kommandanten Simon Miethaner, der sich obwohl erst kurz im Amt, um die Ausrichtung dieser großangelegten Übung annahm.
„In der Schule sind werktags in zwei Klassen etwa 43 Kinder sowie sechs Lehrkräfte, abends ist die über ein Alula mit der Schule verbundene Turnhalle fast durchwegs von Sportvereinen belegt“ so Simon Miethaner kurz die Kernpunkte hinsichtlich der Nutzung erläuternd. Grund genug für ihn diese auch einmal in ein größer Übung einzubinden und insbesondere auch die Wasserförderung zu testen, die sich auch auf die Zisterne und den Bach verlässt. In dem Übungsabschnitt direkt am Haupteingang war es Aufgabe, so Christian Aigner, sich vordringlich um die Personenrettung anzunehmen. Eine Person wurde dabei über tragbare Leitern eine weitere über den Korb der Drehleiter gerettet so der Abschnittsleiter.
Um Wasser an die Einsatzstelle neben dem Hydrantennetz zu bekommen war es Aufgabe der Feuerwehren Voggendorf und Sperlhammer vom Totenbach aus eine Förderleitung aufzubauen. „An der festgelegten Entnahmestelle musste nachgebessert werden um die notwendig Eintauchtiefe für die Wasserentnahme zu bekommen, so Michael Hofmann. Problemlos die Entnahme aus der Zisterne zu der eine geeignete Zufahrt besteht und über einen festinstallierte Saugvorrichtung das Wasser entnommen werden konnte berichtete Patrick Hemmert. Ebenfalls als gut gelöst bezeichnete Markus Kiefl die Aufgabenstellung im Bereich Kindergarten als einen eigenen Einsatzabschnitt zu wählen und vom dortigen Hydranten aus eine weiter Brandbekämpfung einzuleiten. Begleitet wurde die Übung von der Führungsunterstützung die alle wesentliche Parameter auflistete und dokumentiert. Frühzeitig sollten sich die einzelnen Abschnittleiter von sich aus bei dieser melden um die Dokumentation lückenlos darstellen zu können, so Robert Fleischmann.
„Bei dem anspruchsvollen Objekt ist die Übung aufgeteilt auf fünf Funkgruppen geordnet verlaufen“ wie Florian Heigl die vorgenannte Ausführungen ergänzte. Der Atemschutzeinsatz ist die Messlatte an der die Feuerwehr gemessen wird, deshalb sei es wichtig dass immer genaue Informationen zu den Positionen zu den vorgehende Trupps vorliegen, so der Kreisbrandmeister. Die Einsatzabläufe in dem weitläufigen Objekt sind nach der Anfangsphase zügig in gute Strukturen übergangen, so Andreas Bergbauer in seinem Fazit zur Übung. Ein Hinweis seinerzeit ging zu dem vorhanden zweiten baulichen Rettungsweg, der ebenfalls für die Personenrettung hätte genutzt werden können. Die Aktiven bat der Kreisbrandinspektor weiter zu üben. Die gute Struktur der Übung lobte auch Sabine Steinlechner. „Für mich heute die zweite größere Übung“ so die Bürgermeisterin dabei auch ihr Lob äußernd dass alles bestens funktioniert habe. Von Seiten der Gemeinde werde im Bereich der Ansaugstelle das Notwendige veranlasst um hier genügend Löschwasser entnehmen zu können.