Gemeinschaftsübung für den KBM-Bereich 4/1 in Arndorf

12.06.2024
Feuerwehr Ausbildung
Teilnahme an einer Gemeinschaftsübung im Inspektionsbereich Bad Kötzting.

Anwesen die in der Ortsmitte stehen, über die Jahre gesehen erweitert wurden oder Anbauten die Restflächen immer kleiner werden ließen. Szenarien wie sie oftmals vorkommen und die Feuerwehr in einem Ernstfall etwa durch die sehr geringen Begegnungsflächen vor Probleme stellt. Bestens gewählt war deshalb eine Übung für einen Teil der Feuerwehren des KBM-Bereiches Bad Kötzting in Arndorf.

Florian Heigl stellte im Nachgang zu der Übung genau diese Punkte heraus. Ein Anwesen ist in seiner anfängliche Planung großzügig gestaltet. Über die Jahr folgt die Erweiterung um eine Stallung oder werden Unterstellmöglichkeiten gebaut. Miteinher geht, dass der Ortskern immer enger bebaut wird und die Anwesen etwa durch Einfriedungen auch nicht mehr so schnell erkundet werden könne. „Der Einsatzleiter hat dann fast schon einen kleinen Marathon hinter sich, wenn er einmal ein umfangreiche Erkundung absolviert hat“ so Florian Heigl

„Auch werden die Abstände zu den Gebäude oftmals immer weniger“ hob der Kreisbrandmeister einen weitere Aspekt heraus. Dazu kommt, dass das Anwesen nur durch ein Zufahrt anfahrbar ist und die, sollte eine Drehleiter zum Einsatz kommen, durch diesen nicht mehr passierbar ist. All diese Punkt beinhaltete die Übung am Mittwochabend, Beginn 19 Uhr, im Ortsbereich von Arndorf.

Die ersteintreffende Feuerwehr Arndorf versuchte mit dem Aufbau einer Widerstandslinie den angenommen Brand einzudämmen. Dem Löschzug der Feuerwehr Bad Kötzting wurde die Aufgabe übertragen zum einen eine unter einer Laderschaufel eingeklemmte Person zu befreien und ein Löschangriff vom Boden als auch über die Drehleiter einzuleiten. Um genügend Löschwasser zu haben erfolgte an die Feuerwehren Sperlhammer und Gehstorf die Order aus dem nächstgelegenen Hydranten eine Druckleitung aufzubauen. Zudem bereiteten deren Aktive einen weiteren Löschangriff vor. Während der Feuerwehr Weißenregen die Aufgabe oblag das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bad Kötzting und in Folge dessen die Drehleiter mit Wasser zu versorgen bauten die Feuerwehren Wettzell und Traidersdorf eine weitere Förderleitung vom Weiher auf und versorgten weitere Strahlrohre.  

Im Übungsrückblick äußerte Michael Bummer das es um das Anwesens sehr eng zugehe und der Einsatzleiter durch den durchgehführten Einsatz der Drehleiter faktisch ein Sperre der Straße einkalkulieren muss. „Es muss deshalb an die weiteren anfahrenden Feuerwehr frühzeitig eine alternative Anfahrt übermittelt werden“ so der Arndorfer Kommandant erläuternd, dass nur so über mehrere Seit das Anwesen anfahrbar sei. Zu bedenken sei auch dass bei einer Erhöhung der Alarmstufe noch mehr Fahrzeuge, darunter ein zweite Drehleiter die Einsatzstelle anfahren und auch dafür Platz gefunden werden muss“ ergänzte Florian Heigl das Fazit mit einem Hinweis etwa auch auf Bereitstellungsräume.

„Ein gut gewähltes Objekt“ so Andreas Bergbauer in seinem Blick auf die Übung. Gerade solche Szenarien bieten sich an um die Führungsstruktur oder auch die Wahl der richtigen Kommunikation, etwa durch Funkanaltrennung, einzubauen um für Ernstfälle gerüstet zu sein. Auch kann dabei geübt werden dass Abschnittsleiter eingesetzt und auch gekennzeichnet sind“ so der Kreisbrandinspektor. Kann eine Person nicht mit eigenen Mitteln gerettet werden sollte dies bis zum Eintreffen des entsprechenden Gerätes betreut werden 

„Danke dass ihr eure Freizeit für derartige Übungen verwendet“ lobte Franz Gregori die Aktiven. Mit Freude bemerkte Bad Kötztings dritter Bürgermeister, dass in den Übungsablauf sehr vielen junge Feuerwehrkräfte eingebunden waren. „Diese Feinheit die heute geübt wurden helfen in einem Ernstfall den Aktiven noch koordinierter vorgehen zu können und einem Schadensfall bestmöglich zu meistern. Ein Dank galt deshalb Georg Mühlbauer der die Zusage gab auf seinem Anwesen über zu können.

Fotos: © Feuerwehr Bad Kötzting