Atemschutzgeräteträger üben bei der Berufsfeuerwehr Pilsen
Bei der Berufsfeuerwehr in Pilzen ist an deren Hauptfeuerwache Košutka im Untergeschoß eine weitläufige Atemschutzübungsanalage vorhanden. Einige Aktive der Feuerwehr Bad Kötzting nutze dies in der vergangenen Woche um etwa in einer verrauchten Wohnung eine Personenrettung zu üben oder in einer Atemschutzübungsstrecke das truppweise vorgehend im Atemschutzeinsatz zu üben.
Bereits seit 2006 nutzen Aktive der Feuerwehr Bad Kötzting die Option an der Hauptfeuerwache Košutka in Pilzen eine Atemschutzübung durchzuführen. Die Basis dazu ist ein Kooperationsvertrag mit der Feuerwehrregion Pilzen, der unter anderem gemeinsame Übungen beinhaltet und seit 2005 Bestand hat.
Am Freitagnachmittag wurde die Fahrt in die Regionalhauptstadt angetreten. Im Vorfeld hatte die Feuerwehr Bad Kötzting den Besuch organisiert und dies mit dem Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Pilzen Daniel Broža abgesprochen.
Im Untergeschoß der weitläufigen Hauptfeuerwache verlangte der Gang durch die Wohnungssituation von den truppweise vorgehenden Atemschutzträgern einiges an Orientierungssinn, Koordination, Kondition und insbesondere Teamwork ab. Vaclav Tuma von der Berufsfeuerwehr Pilsen gab den deutschen Kollegen immer wieder verschiedene Hinweise zum Ablauf und überwachte den Gang entlang der völlig abgedunkelten und verrauchten Bereichen der Übungswohnung. Zuvor galt es in dem realitätsnahen Szenario unter anderem Installationsleitungen ausfindig zu machen und Schieber von diesen ab – und wieder anzubauen. Heuer wurde auch die Alternative genutzt und die parallel dazu vorhandene Atemschutzübungstrecke zu nutzen.
Zuvor jedoch musste die physische Konstellation unter Beweis gestellt werden. Auf einer Endlosleiter mussten etliche Meter zurückgelegt werden. Nach mehreren Zügen auf dem Schlaghammer konnte dann truppweise in die verrauchte Wohnungssituation oder die Atemschutzübungstrecke gegangen werden.
Den Abschluss des Besuches rundete ein Gang durch die Fahrzeughallen ab, in der Vaclav Tuma den Bad Kötztinger Feuerwehrleuten auch die Ausrüstung seiner Kollegen vorstellte, wenn diese einen Atemschutzeinsatz absolvieren. So testen diese derzeit etwa eine Wärmebildkamera die direkt am Helm befestigt ist und deren Bild in eine kleines Übertragungsgerät samt Minimonitor übermittelt wird das in der Atemschutzmaske eingesetzt ist. Damit hat der in den Atemschutzeinsatz gehende Aktive das Bild förmlich direkt vor Augen.