29.11.2019

Atemschutzgeräteträger üben bei der Berufsfeuerwehr Pilsen

Bereits seit 2006 nutzen die Aktiven der Feuerwehr Bad Kötzting die Option bei der Berufsfeuerwehr in Pilsen eine Atemschutzübung durchzuführen. Die Basis dazu ist ein Kooperationsvertrag mit der Feuerwehrregion Pilsen, der unter anderem gemeinsame Übungen beinhaltet und seit 2005 Bestand hat. Am Freitagabend wurde deshalb zum bereits 14. Mal die Atemschutzübungsstrecke der Berufsfeuerwehr Pilsen an der Wache Kosutka besucht. Im Vorfeld hatte die Feuerwehr Bad Kötzting den Besuch organisiert und zusammen mit Ing. Smítka Václav eine Führung durch die Wache ermöglicht. Erleichtert wurde dies durch eine Mitarbeiterin der Leitstelle Pilsen mit sehr guten Deutschkenntnissen, welche als Dolmetscher fungierte und zusammen mit einem Feuerwehrmann der diensthabenden Wachabteilung die Fahrzeuge und Gerätschaften erläuterte.

Von Seiten der Feuerwehr Bad Kötzting nahmen in diesem Jahr sechs Atemschutzgeräteträger die Übungsmöglichkeit war. Diese wurden von sechs PA-Trägern der Feuerwehr Arndorf, vier PA-Träger der Feuerwehr Liebenstein und zwei PA-Träger der Feuerwehr Wettzell begleitet. Vor dem Gang durch die Übungsstrecke mussten zunächst erst mehrere Belastungsübungen durchgeführt werden. Jeder Teilnehmer hatte 25 Züge am Schlaghammer, 30 Meter auf der Endlosleiter und 200 Meter auf dem Laufband zu absolvieren. Anschließend gingen die Atemschutztrupps mit einem C-Rohr, in eine künstlich verrauchte und abgedunkelte Übungswohnung vor um eine 80 Kilogramm schwere Übungspuppe zu retten. Als weitere Herausforderung mussten auch Strom - und Installationsleitungen ausfindig gemacht und abgeschaltet sowie eine Flanschverbindung mit einem Schraubenschlüssel unter PA demontiert werden.

Die Belastungsübung, ähnlich zu den Anforderungen der tschechischen Berufsfeuerwehren, verlangte von den 18 Geräteträgern Orientierungssinn, Kondition sowie Teamwork und wurde von allen Teilnehmern erfolgreich absolviert.

Fotos: © Feuerwehr Bad Kötzting