05.05.2019

Übung des Schlauchwagenzuges in Rokycany (CZ)

Zum nunmehr dritten mal war der Schlauchwagenzug Bad Kötzting bei einer Großübung im Nachbarland vertreten. In diesem Jahr konnte auf einem Militärgelände in der Nähe von Rokycany (zwischen Prag und Pilsen) geübt werden. Erneut sollte ein großer Waldbrand mit der Unterstützung eines Hilfeleistungskontingents aus dem Landkreis Cham bekämpft werden. Das Kontingent setzte sich in diesem Jahr zusammen aus der Flughelfergruppe des Landkreis Cham, dem HFS-Zug Waldmünchen, dem ABC-Zug Cham (mit 50 m3 Behälter), dem SW-Zug Bad Kötzting sowie Einheiten der Feuerwehren Arnschwang, Arrach, Atzlern, Kleinaign und Schafberg. Weiterhin nahm auch die Feuerwehr Bayrisch Eisenstein (Lkr. Regen), Flughelfer aus Bayreuth sowie ein LUF 60 an der Übung teil. Insgesamt waren von deutscher Seite 22 Fahrzeuge an der Übung beteiligt.

Bereits gegen 6:00 Uhr am Morgen begann die Fahrt ins Nachbarland. Ab dem Sammelpunkt bei Drazenov ging es dann im Konvoi, eskortiert durch die tschechische Polizei, in das Übungsgebiet in der Nähe von Rokycany. Nach einer kurzen Besprechung mit der tschechischen Feuerwehrführung konnte die Übung gegen 09:30 Uhr beginnen. Angenommen wurde ein großflächiger Waldbrand auf dem Truppenübungsplatz, welcher vom Boden und aus der Luft bekämpft werden sollte. Zur besseren Kommunikation wurde von den Einheiten aus dem Landkreis Cham ein Verbindungsmann sowie ein Dolmetscher zur tschechischen Einsatzleitung abgestellt.

In der Nähe des angenommenen Waldbrandes wurden durch den ABC-Zug sowie durch die tschechischen Kollegen zwei großvolumige Auffangbehälter aufgebaut. Diese dienten als Puffer für die folgende Brandbekämpfung.

Der Schlauchwagenzug mit den beteiligten Feuerwehren Bad Kötzting, Gotzendorf, Oberndorf und Sperlhammer wurde in diesem Jahr getrennt eingesetzt. Das LF 16/12 bildete gemeinsam mit den Wehren Arrach, Atzlern, Bayrisch Eisenstein, Kleinaign, Schafberg und dem LUF 60 den Einsatzabschnitt "Wassergasse" und nahm die Brandbekämpfung auf. Abschnittsleiter war hier KBM Florian Heigl. Als Wasserentnahmestelle für das Kötztinger LF 16/12 und das HLF 20 aus Bayrisch Eisenstein konnte der Behälter des ABC-Zug verwendet werden. Die restlichen Kräfte des SW-Zug erhielten den Auftrag eine ca. 1000 m lange Förderleitung von einem Bach zum Auffangbehälter zu verlegen und diesen mit Löschwasser zu versorgen. Die Abschnittsleitung "Wasserförderung" hatte hier Kommandant Michael Weiß inne.

Parallel dazu wurde durch den HFS-Zug der Feuerwehr Waldmünchen eine F-Förderleitung der tschechischen Kameraden, welche aus einem Stausee ansaugten, bis zum geplanten Hubschrauberlandeplatz verlängert. Hier hatte die Flughelfergruppe den Auftrag den Löschwasser-Außenlastbehälter eines Hubschraubers per Schlauchleitung für die Brandbekämpfung aus der Luft zu befüllen. Weiterhin wurden hier mehrere Großtanklöschfahrzeuge der tschechischen Feuerwehren mit Löschwasser betankt. Diese versorgten dann im Pendelverkehr die Auffangbehälter in der Nähe der Brandstelle zusätzlich mit Wasser.

Nach dem Übungsende gegen 15:00 Uhr konnten die Gerätschaften wieder zurückgebaut werden. Anschließend fand eine Abschlussbesprechung statt. Dabei zeigte sich die Einsatzleitung sowohl mit der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit als auch mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Gegen 19:00 Uhr konnten die Fahrzeuge der Feuerwehr Bad Kötzting wieder an der Wache einrücken und die Einsatzbereitschaft wiederherstellen.

Eingesetzte Kräfte: ELW 1, LF 16/12, SW-KatS, GW-L1, ATV (Schlauchwagenzug)

 Fotos: © Feuerwehr Bad Kötzting