Wann beseitigt die Feuerwehr Insekten?

Insekten wie Bienen und Wespen üben eine wichtige Bestandsregelung bei Ernte- und Forstschädlingen aus und bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Wespen unterstehen dem allgemeinen Schutz, eine Vielzahl von Arten sogar einem besonderen Schutz. Das heißt, ohne einen triftigen Grund dürfen Nester nicht entfernt werden. Bei der Umsiedelung oder gar Beseitigung eines Hornissen- oder Hummelnestes ist ein Antrag auf Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten erforderlich.

Die Feuerwehr rückt zu Wespennestern und ähnlichen Insekten nur aus, wenn eine konkrete Gefahr besteht. Eine Gefahr ist dann gegeben, wenn die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Dies ist der Fall bei:

  • Akuter Gefährdung von Menschen im Bereich öffentlicher Flächen und Bauten wie z.B. Krankenhäusern, Kindergärten, Kinderspielplätze und Altenheime
  • Privaten Bereichen mit besonders akuten Fällen, wenn z. B. Allergiker oder Kleinkinder offensichtlich bedroht sind und eine gewerbliche Schädlingsbekämpfungsfirma nicht rasch genug handeln kann.

Der Gang zum Schädlingsbekämpfer sollte immer der letzte Ausweg bleiben. Der Bekämpfung störender Nester sind jedoch gesetzliche Grenzen gesetzt, denn Hornissen und Hummeln sind nach § 20 BNatSchG besonders geschützt. Sie dürfen grundsätzlich nicht ohne besondere Genehmigung durch die zuständige Naturschutzbehörde bekämpft werden.