Rauchwarnmelder

Die häufigsten Ursachen bei Brandtoten sind nicht Brandverletzungen sondern die Vergiftung durch Rauchgase. Die Menschen werden überwiegend im Schlaf von diesen Gasen überrascht, da der Brandrauch sich sehr schnell ausbreitet. Zudem ist im Schlaf der Geruchssinn weitestgehend inaktiv. Durch die hohe Konzentration von Kohlenmonoxid werden die Menschen schnell bewusstlos und merken nicht dass es brennt. Auch bei kleinen Schwelbränden (in der Matratze, in Kabeln usw.) können diese giftigen Gase schon entstehen.

Die in Bayern eingeführte Rauchwarnmelderpflicht gilt ab 01.01.2018. Das heißt, es müssen in allen Wohnungen in Bestandsbauten Rauchwarnmelder angebracht sein. Für Neubauten gilt die Pflicht sofort bei Inbetriebnahme. Die Anforderungen sind in der Bayerischen Bauordnung (BayBO) unter § 46 Abs. 4 genau geregelt:

„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht sein und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Eigentümer vorhandener Wohnungen sind verpflichtet, jede Wohnung bis zum 31. Dezember 2017 entsprechend auszustatten. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.“

 

Tipps zur Beschaffung von Rauchwarnmeldern

Folgendes sollte beim Kauf von Rauchwarnmeldern besonders beachtet werden:

  • Rauchwarnmelder gemäß DIN EN 14604 zertifiziert und CE-geprüft
  • Zusätzliches Qualitätszeichen „brennendes Q“ mit VdS-Zertifizierung für besondere Langlebigkeit und Sicherheit
  • Batterie mit langer Lebensdauer (5 bis 10 Jahre)
  • Einbau nach Herstellerangaben
  • Bei mehrstöckigen Wohnungen oder Wohnhäusern sind vernetzte Funkrauchwarnmelder zu empfehlen

Weitere Informationen unter: www.rauchmelder-lebensretter.de