Steigleitungen:

Die in Gebäuden fest verbauten Steigleitungen sind wichtige Elemente des anlagentechnischen vorbeugenden Brandschutzes und je nach Gefährdung eines Objekts (Art und Nutzung) verbaut. Dabei sind zwei verschiedene Systeme zu unterscheiden. Dies sind Steigleitungen "nass" bzw. "nass/trocken" und Steigleitungen "trocken".

In der Ausbildungsstätte sind beide Steigleitungssysteme für Übungszwecke und als baulicher Brandschutz vorhanden. Als Steigleitung "nass" wird ein Wandhydrant Typ F mit zusätzlichen Komponenten verwendet. Als trockene Steigleitung ist eine Einspeisevorrichtung im Außenbereich angebracht sowie die zugehörige Entnahmevorrichtung in der Ausbildungshalle.


Steigleitung "nass" Typ F (links) und Entnahmevorrichtung der Steigleitung "trocken" (rechts)

 

Schulungsbrandmeldeanlage:

Aufgrund der Zunahme an Gebäuden mit einer Brandmeldeanlage ist die richtige Bedienung und der Umgang mit den Informationen welche durch die Anlage und die Feuerwehrlaufkarten bereitgestellt werden sehr wichtig.

In der Ausbildungsstätte ist deshalb zu Schulungszwecken eine voll funktionsfähige Brandmeldeanlage mit Feuerwehrschlüsseldepot und einer BMZ (Brandmeldezentrale) installiert. In jedem Stockwerk sind hierfür Melder installiert, welche entsprechend ausgelöst werden können. Über ein Feuerwehrbedienfeld und ein Feuerwehr-Anzeigetableau (FAT) kann dann der betreffende Melder detektiert werden und mittels der Laufkarten vom vorgehenden Trupp kontrolliert werden.

 

Schaumtrainer:

Da die Übung mit Schaummittel bislang mit hohem Aufwand verbunden und teils umweltbelastend war, wurde von der Versicherungskammer Bayern ein Schaumtrainer entwickelt und bayernweit jeder Landkreis mit dieser Anlage ausgestattet. Dieser simuliert in miniaturisierter Form Flüssigkeitbrände und ermöglicht dadurch eine umfangreiche Ausbildung. Das Gerät wurde vom Landkreis Cham in der Ausbildungsstätte Bad Kötzting sationiert und steht landkreisweit für Schulungsveranstaltungen zur Verfügung. Zu diesem Zweck wird der Schaumtrainer im Lehrmittellager transportbereit vorgehalten.

Der Schaumtrainer besitzt eine Brandfläche sowie verschiedene Schaumrohre für Schwer- und Mittelschaum. Mit entsprechenden Wannen und Gegenständen können dann Flüssigkeitsbrände simuliert werden. Weiterhin kann den Lehrgangsteilnehmern vermittelt werden, welche Schaumart zum Löschen von Diesel- und Benzin oder von Ethanolen (z.B. bei Biokraftstoffen oder Brennereien) einzusetzen ist. In kleinem Maßstab lassen sich auch Fahrzeugbrände sowie die richtige Löschtechnik beim Auftragen von Schaumteppichen nachstellen.

Brandfläche des Schaumtrainers (links) sowie die verschiedenen Schaumrohre mit Zubehör der Anlage (rechts)

 

Rauchabzugsöffnungen für Drucklüfterschulungen:

Die Belüftung und Entrauchung von Einsatzstellen stellt eine wichtige Aufgabe bei Brandeinsätzen dar und kann wesentlich zum Einsatzerfolg beitragen. Für einen richtigen und sinnvollen Einsatz von Belüftungsgeräten müssen jedoch bestimmte Grundsätze beachtet werden. Vor allem das Festlegen von Abluftöffungen sowie das Schließen unerwünschter Öffnungen spielt dabei eine wichtige Rolle.

Zur Übung des Vorgehens bei der maschinellen Einsatzstellenentrauchung sind im Treppenhaus der Ausbildungsstätte Rauchabzugsöffnungen vorhanden. Damit können gezielt Abluftöffnungen geschaffen werden oder versteckte Öffnungen simuliert werden, welche eine geordnete Entrauchung verhindern.