16.11.2018

Atemschutzgeräteträger üben bei der Berufsfeuerwehr Pilsen

Bereits seit 2006 nutzen die Aktiven der Feuerwehr Bad Kötzting die Option an der Hauptfeuerwache in Pilsen eine Atemschutzübung durchzuführen. Die Basis dazu ist ein Kooperationsvertrag mit der Feuerwehrregion Pilsen, der unter anderem gemeinsame Übungen beinhaltet und seit 2005 Bestand hat. Am Freitagabend wurde deshalb auch in diesem Jahr wieder die Atemschutzübungsstrecke der Berufsfeuerwehr besucht. Im Vorfeld hatte die Feuerwehr Bad Kötzting den Besuch organisiert und zusammen mit Ing. Smítka Václav auch eine Führung durch die Hauptfeuerwache ermöglicht. Erleichtert wurde dies durch einen Mitarbeiter der Leitstelle Pilsen mit sehr guten Deutschkenntnissen, welcher als Dolmetscher fungierte.

Von Seiten der Feuerwehr Bad Kötzting namen sechs Atemschutzgeräteträger die Übungsmöglichkeit war. Diese wurden in diesem Jahr erstmals von sieben PA-Trägern der Feuerwehr Arndorf begleitet. In der Atemschutzübungsstrecke kann im Vorfeld zwischen einer Kriechstrecke und einer möblierten Übungswohnung gewählt werden. Letztere wurde von den Teilnehmern in diesem Jahr absolviert. Vor dem Gang durch die Übungsstrecke mussten jedoch erst mehrere Belastungsübungen durchgeführt werden. Jeder Teilnehmer hatte 25 Züge am Schlaghammer, 30 Meter auf der Endlosleiter und 200 Meter auf dem Laufband zu absolvieren. Anschließend gingen die Atemschutztrupps mit einem C-Rohr, in die künstlich verrauchte und abgedunkelte Wohnung vor um eine 80 Kilogramm schwere Übungspuppe zu retten. Außerdem mussten Strom - und Installationsleitungen ausfindig gemacht und abgeschaltet werden sowie eine Flanschverbindung mit einem Schraubenschlüssel unter PA demontiert werden

Die realitätsnahe Übung ähnlich zu den Anforderungen der tschechischen Berufsfeuerwehren verlangte von den Geräteträgern Orientierungssinn, Kondition sowie Teamwork und wurde von allen Teilnehmern erfolgreich absolviert. Diese werden dabei an ihre Belastungsgrenze gebracht, um auch im Ernstfall Menschen aus brennenden oder verrauchten Gebäuden retten zu können.

Fotos: © Feuerwehr Bad Kötzting